VERMÄCHTNISSE
IMPULSE FÜR IHR TESTAMENT
Über uns
„Wer in die Diaspora investiert,
investiert nicht in eine Nische,
sondern in die Zukunft der Kirche!“
Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken fördert die Seelsorge in den deutschen, nordischen sowie baltischen Diaspora-Regionen. Diese Aufgabe nimmt das von Laien gegründete Hilfswerk seit 1849 wahr. Das Bonifatiuswerk hat sich zum Ziel gesetzt, den missionarischen Auftrag der katholischen Kirche zu unterstützen und besonders dort tätig zu werden, wo Katholiken in einem glaubensfremden und zunehmend ungläubigen Umfeld leben.
Als "Werk der Solidarität" sammelt das Bonifatiuswerk Spenden und stellt diese den Diaspora-Gemeinden als "Hilfe zur Selbsthilfe" objekt- und projektgebunden zur Verfügung: für den Bau und die Renovierung von Kirchen und Gemeindezentren, Jugend- und Bildungshäusern, katholischen Schulen und Kindergärten, für die Kinder und Jugendseelsorge (Religiöse Kinderwochen (RKW), Frohe Herrgottstunden), für sozial-caritative Jugendprojekte, für die Ausbildung von Priestern, für die Unterstützung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Gemeindearbeit sowie zur Förderung befristeter Personalstellen mit missionarischem Charakter. Zudem hilft das Bonifatiuswerk bei der Motorisierung großer Territorialpfarreien mit sogenannten MIVA-Bullis. Die Diaspora-MIVA ist die Mobilitätshilfe des Bonifatiuswerkes. (MIVA = motorisierende innerdeutsche Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft).
Das Bonifatiuswerk erhält – im Gegensatz zu anderen bischöflichen Hilfswerken – keine öffentlichen Gelder und nur äußerst geringfügige, zweckgebundene Kirchensteuermittel für Nordeuropa.
Dort, wo katholische Christen eine absolute Minderheit sind, wo sie verstreut über weite geografische Gebiete leben, wo sie durch große Entfernungen voneinander getrennt sind und sich das Licht des Glaubens nur schwer verbreiten kann, da stellt sich das Bonifatiuswerk helfend an ihre Seite – als Anwalt für die Nöte und Sorgen katholischer Kinder, Männer und Frauen in der Diaspora, unterstützt die Weitergabe des Glaubens und schafft Orte der Begegnung.
Daher liegen Schwerpunkte der Arbeit des Bonifatiuswerks innerhalb der deutschen (Erz-)Diözesen vor allem in Nord- und Ostdeutschland, denn katholische Christen machen hier oft weniger als fünf Prozent der Gesamtbevölkerung aus. In dem extremen deutschen Diaspora-Gebiet zwischen Elbe und Oder ist das Werk bereits seit seiner Gründung helfend zur Stelle.
Zudem führte die extreme Diaspora-Situation in Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Island im Jahre 1974 zu einer offiziellen Ausweitung des Engagements auf die nordeuropäischen Nachbarländer. Denn katholisch sein in diesen Ländern heißt: Große Entfernungen überwinden, sehr verstreut sein, eine Minderheit bilden von ca. 1%. Infolge der politischen Veränderungen und der großen Hilfsbedürftigkeit unterstützt das Bonifatiuswerk seit 1995 auch die Diaspora-Christen in den baltischen Staaten Estland und Lettland.
Mit 7.118.000 Euro unterstützt das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken in diesem Jahr Projekte in der deutschen, nordeuropäischen sowie baltischen Diaspora.
Der Großteil des Geldes, 3.353.000 Euro, fließt in 76 Projekte der Bauhilfe. Die Bauhilfe des Bonifatiuswerkes fördert den Bau von Kirchen und Gemeindezentren, Jugend- und Bildungshäusern, katholischen Schulen und Kindergärten (Allein 20 der bewilligten Bauprojekte sind Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen).
Großprojekte, die die Bauhilfe des Bonifatiuswerkes in den vergangenen Jahren unterstützt hat, waren unter anderen der Wiederaufbau des Zisterzienserinnenklosters St. Marien Helfta in der Lutherstadt Eisleben (Bistum Magdeburg), die Errichtung des Birgittenklosters mit Gästehaus und Kirche im norwegischen Trondheim-Tiller oder die Errichtung des Newman-Instituts in Uppsala in Schweden (Lesen Sie mehr über die Großprojekte).
Allein in den östlichen Bundesländern werden 45 Renovierungs- und Bauprojekte mit einer Gesamtsumme in Höhe von 1.803.000 Euro unterstützt, darunter die Neubauten der Leipziger Propsteikirche (Dresden-Meißen) und der Kirche in Wangerland Schillig im Bistum Münster. Die Veränderungen in Kirche und Gesellschaft verdeutlichen Projekte wie der Umbau einer Kirche zum Gottesdienst- und Gemeinderaum in Thüringen oder die Sanierung von Räumlichkeiten eines sozialen Mittagstischs in Göttingen (mehr zu den einzelnen Projekten).
In Estland und Lettland werden 13 Projekte mit insgesamt 400.000 Euro gefördert, vor allem der Neubau von Kirchen. Im nördlichen Europa gehen Hilfen von insgesamt 800.000 Euro an 18 Renovierungs- und Bauprojekte: Hier gehört der Neubau einer Kirche für chaldäische Christen aus dem Irak im schwedischen Södertälje ebenso dazu wie die Generalsanierung des Dominikanerinnenklosters Lunden in Oslo.
Darüber hinaus wurden 2.230.000 Euro für die Aufgaben der Diaspora-Kinder- und -Jugendhilfe bewilligt, 895.000 Euro für die Verkehrshilfe des Bonifatiuswerkes (Diaspora-MIVA), 295.000 Euro für die Finanzierung missionarisch ausgerichteter, befristeter Personalstellen in der Diaspora, 200.000 Euro für die Aus- und Fortbildung von Seelsorgern und 145.000 Euro für die inhaltliche Arbeit der Diözesan-Bonifatiuswerke.
Die Diaspora-Kinder- und -Jugendhilfe im Bonifatiuswerk seit 125 Jahren unterstützt die Diaspora-Kinderhilfe auf vielfältige Weise die kinder- und jugendpastorale Arbeit in den Diaspora-Bistümern. Die Diaspora-Kinderhilfe fördert, was zur Begegnung im Glauben und zur Vermittlung der christlichen Botschaft an die neue Generation in extremer Diaspora notwendig ist. Sie unterstützt Projekte, die gesellschaftliche und spirituelle Kraft der Religion vermitteln. Aus dieser Kraft lernen Kinder und Jugendliche, ihr Leben sinnvoll und erfüllt zu gestalten.
Gefördert werden u.a.:
Die Verkehrshilfe des Bonifatiuswerkes (Diaspora-MIVA) entsendet ihre Hilfen in die flächenmäßig oft sehr großen Diaspora-Pfarreien insbesondere in Form der traditionsreichen gelben MIVA-Bullis, die seit 2010 nun die Aufschrift „Boni-Bus“tragen.
Die gelben Kleinbusse der Diaspora-MIVA helfen überall dort das katholische Leben zu organisieren, wo Katholiken in der deutlichen Minderheit leben und zum Teil große Entfernungen überwinden müssen: In Pfarrgemeinden, aber auch in Institutionen wie katholischen Schulen, Bildungshäusern und Jugendzentren. So kommt der Boni-Bus vielerorts täglich zum Einsatz, wird für die Kinder-, Jugend- und Ministrantenarbeit benötigt, unterstützt Pfarraktionen und ermöglicht Senioren und Kranken den Gottesdienstbesuch.
Mit einer Gesamtfördersumme von 800.000 Euro im vergangenen Jahr konnten 45 Bullis zur Verfügung gestellt werden.
Weitere Informationen über Aufbau und Geschichte des Bonifatiuswerkes, die unterschiedlichen Hilfen und Beispiele für einzelne Projektförderungen finden Sie auf den Internetseiten des Bonifatiuswerkes unter www.bonifatiuswerk.de.
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